Rollenspiel
Wie du im Text zeigst, was deine Figur sagt und tut — und warum du den Ausgang einer Handlung offen lassen solltest.
Was deine Figur **sagt**, schreibst du einfach in den Chat — das ist die direkte Rede. Was deine Figur **tut**, beschreibst du als Handlung (oft „Emote" genannt): eine kurze Beschreibung in der dritten Person.
Beispiel: *Ortwin lehnt sich an das Tor, mustert den Fremden von oben bis unten und verschränkt die Arme.* — So sehen die anderen, was deine Figur macht, nicht nur was sie sagt.
„Ich bin wütend" ist schwächer als *Seine Kiefermuskeln spannen sich an, die Hand wandert unwillkürlich zum Schwertknauf.* Beschreibe, was man **sehen und hören** kann — den Rest liest der Mitspieler heraus.
Du musst kein Dichter sein. Ein, zwei klare Sätze reichen völlig. Lieber kurz und verständlich als lang und verschachtelt.
Beschreibe immer nur den **Versuch** deiner Figur, nicht das Ergebnis bei einer anderen. Schreib „Ortwin holt aus und will dem Räuber die Faust ins Gesicht schlagen" — **nicht** „Ortwin schlägt den Räuber bewusstlos". Ob der Schlag trifft, entscheidet der andere Spieler.
> [!TIPP] Diese Regel ist der Kern fairen Rollenspiels. Sie gibt jedem die Kontrolle über die eigene Figur zurück und macht Kämpfe und Konflikte erst spannend — weil der Ausgang wirklich offen ist.